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Neues WC einbauen – Schritt-für-Schritt-Anleitung


Neues WC einbauen

Ob nun in einem Wohnhaus oder einer einzelnen Wohnung, eine Toilette ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Toiletten sind für den täglichen Komfort essenziell und werden jeden Tag mehrfach genutzt. Dadurch entsteht eine besondere Belastung des Materials und der Verschleiß ist dementsprechend hoch.

Das Ersetzen oder der komplette Neueinbau einer Toilette lässt sich von einem versierten Heimwerker normalerweise ohne Probleme durchführen. Allerdings gibt es bei Toiletten gewisse Unterschiede.

Wodurch unterscheiden sich Toiletten-Modelle?

Toiletten sind Utensilien, die zwar zum normalen Lebensstandard gehören, doch deren Wirkungsweise wird meistens nicht beachtet. Falls doch, bemerken Nutzer höchstens einen Unterschied zwischen den einzelnen Modellen, wenn es um die verschiedenen Spülsystemen geht.

Toiletten bieten jedoch noch mehr Besonderheiten. Dazu gehören unter anderem eine unterschiedliche Konstruktion von Flachspüler, Stand-WC oder Tiefspüler sowie eine hängende Wand-Toilette. Des Weiteren sind die Spülkästen entweder traditionell auf dem Putz sehr hoch über der WC-Keramik (mit Zugkette) befestigt oder direkt hinter dem WC-Sitz montiert. Moderne Spülkästen sind innerhalb eines Vorbauelements installiert, sodass die Wand über eine gleichmäßige Fläche verfügt.

Wand-Toilette oder Stand-WC – welches Modell ist optimal

Bei einer Stand-Toilette handelt es sich um eine Bauform, welche seit dem 20. Jahrhundert genutzt wird und sich bis heute bewährt hat. Ältere Immobilien beziehungsweise Altbauten wurden auf diese Weise standardmäßig ausgestattet. Allerdings wird seit geraumer Zeit eine WC-Keramik verwendet, die komplett an der dahinterliegenden Wand installiert wird – das Wand-WC. Der Spülkasten wird dafür entweder elegant durch eine Vorbauwand verdeckt oder unmittelbar oberhalb der Toilette montiert. Für beide Modelle wird ein seitlicher Wandabgang benötigt.

Unterschied zwischen Tief- und Flachspüler Toilette

Bei einer sogenannten Tiefspüler-Keramik fallen die Ausscheidungen direkt in das abführende Wasserbecken. Dadurch lässt sich eventuell unangenehmer Geruch neutralisieren.

Eine Flachspüler-Toilette ist die klassische Ausführung der Spültechnik. Die Keramik ist mit einem ebenen Bereich geformt, in dem wenig Wasser steht. Die Notdurft landet vorerst auf diesem Bereich der Keramik. Mittels Spülung nach vorn werden die Ausscheidungen in den Abgang geschoben, der mit Wasser gefüllt ist. Diese Art der Spülung ist dann sinnvoll, wenn öfter Proben vom Stuhlgang benötigt werden.

Ein klassisches Stand-WC installieren

In folgender Anleitung wird beschrieben, wie eine Stand-Keramik eingebaut wird. Hängende Toiletten werden prinzipiell ebenso montiert, allerdings sind die Fixierungen durch eine Vorbauwand bereits klar definiert. Befindet sich der Spülkasten oberhalb der Toilette, erfolgt die Montage einer hängenden Toilette ähnlich der einer Stand-Keramik.

Es werden folgende Bauteile und Werkzeuge benötigt:

  • Anleitung in verständlichen Schritten für die Montage einer Toilette
  • WC-Keramik und Spülkasten
  • Eckventil und Flexschlauch für das Spülwasser
  • eventuell Vorbauwand bei entsprechender WC-Keramik
  • Drücker passend zum Vorbauwand-WC
  • Abflussrohre wie etwa Schraub-Rosetten und Bogenrohre, die eine Verlängerung des WC-Anschlusses ermöglichen
  • Dichtmaterial und Hanf zur Abdichtung
  • Befestigungsmaterial
  • Silikon, Silikonspritze und Gleitmittel
  • Kombizange und Wasserpumpenzange
  • Säge mit feiner Verzahnung wie, insbesondere Fuchsschwanz
  • Schraubenschlüssel (Ring/Gabel)
  • Bohrmaschine (spezieller Fliesenbohrer oder Steinbohrer)
  • Cutter, Maurerbleistift und Meterstab.

1. Vorbereitung:

Ist eine neue Installation des Eckventils am Spülkasten vorgesehen, muss vorher die Wasserzufuhr abgestellt werden. Ältere WCs sind im Vorfeld selbstverständlich auszubauen. Hierfür ist ein sogenannter Blindstopfen beziehungsweise Geruchsstopfen einzusetzen, welcher den Abgang der alten Toilette luftdicht abschließt.

2. Der Spülkasten wird auf der Toilette angebracht…

Dafür steht beigefügtes Befestigungsmaterial zur Verfügung. Dabei ist zu beachten, dass eventuell beiliegende Gummischeiben/Gummidichtringe korrekt verwendet werden. Die vorhandenen Schrauben sind von der Innenseite des Spülkastens abwärts und danach in die vorbereiteten Löcher der WC-Keramik zu schieben. Es ist während der Installation unbedingt zu beachten, dass die Gummischeibe/Gummidichtung exakt dem Spülwasser-Abflussrohr der WC-Keramik angepasst wird. Die beigefügten Schrauben lassen sich danach von unten her festziehen.

3. Anschließend wird die WC-Keramik in ihre endgültige Position gebracht…

und die Bohrlöcher zur Fixierung an der Wandfläche oder dem Fußboden sorgfältig angezeichnet. Danach wird die Verlängerung des Abgang-Rohres, bei Bedarf, genauestens abgemessen. Es ist dabei zu beachten, dass das Abgang-Rohr eine ausreichende Länge besitzt, um tief genug im Fallrohr zu enden.

Die angezeichneten Befestigungspunkte für die WC-Keramik können nun angebohrt werden. Handelt es sich um einen Fußboden aus glatten Fliesen, sollte die genaue Position vorher mittels Hammer oder Anreißnadel sanft angekörnt werden. Alternativ lässt sich eine spitze Holzschraube oder ein Nagel verwenden. Durch die winzige Vertiefung kann verhindert werden, dass der Bohrer auf der glatten Fliese abrutscht.

Malerkrepp erleichtert ebenso das Anbohren von Fliesen. Das raue Material kann ebenso einfach verhindern, dass der Bohrer beim Aufsetzen den Halt verliert. Ideal sind dafür zwei Schichten Malerkrepp mit einer Breite von drei/vier Zentimeter.

Für Steinfliesen als Bodenbelag sollte ein spezieller Fliesenbohrer, Keramik- oder Glasbohrer verwendet werden. Notfalls ist auch ein Steinbohrer ausreichend. Natursteinfliesen oder Feinsteinzeug-Fliesen sind allerdings eine Besonderheit. Das Material ist sehr hart und lässt sich normalerweise nur mithilfe von Diamantbohr-Kronen durchbohren. Hierbei muss eine Wasserkühlung erfolgen, um schnellen Verschleiß zu vermeiden.

Zur endgültigen Montage einer neuen Toilette wird diese nun in ihre vorgesehene Standposition gebracht werden. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass sich das Abgangsrohr äußerst genau in das Abflussrohr einfügt beziehungsweise hineinrutscht. Letztendlich sind die Schrauben der WC-Keramik zu befestigen. Normalerweise sind dem Produkt Abdeckkappen beigelegt, mit denen die Schraubenköpfe hygienisch abzudecken sind.

4. Am Spülkasten befindet sich ein Gewinde, welches dem Eckventil dienen soll…

Es wird zur sicheren Abdichtung mittels Hanf umwickelt. Gleiches gilt für das Außengewinde des Flexschlauches, der für das Spülwasser vorgesehen ist. Anschließend lassen sich nach und nach die Bauteile für den Spülkasten sorgfältig montieren beziehungsweise verbinden. Das Wasser kann danach wieder aufgedreht werden.

5. Wurden vorher um ein Stand-WC Fliesen verlegt…

müssen normalerweise Abschlusskanten wieder neu verfugt werden. Gleiches kann für gewisse Wandverbindungen gelten. Wurde der Spülkasten an einer Vorbauwand installiert, ist lediglich noch der Drücker zur WC-Spülung einzusetzen.

Tricks und Tipps

Hängende WCs erweisen sich besonders in Bezug auf Hygiene als äußerst vorteilhaft. Denn die gesamte Fläche rund um die Toilette lässt sich einfach und schnell reinigen.

Ist im regionalen Leitungswasser ein sehr hoher Kalkanteil nachzuweisen, ist das Wasser hart. Dies bedeutet, dass durch Ausscheidungen wie Urin in Kombination mit Kalk zu einer chemischen Verbindung führen und sich schnell unschöner Urinstein bilden kann. Um hartnäckigen Urinstein bereits im Vorhinein zu verhindern, ist die Installation einer Regenwasserspülung (wenn technisch überhaupt möglich) überlegenswert.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Investition in ein neues WC-System ist der Wasserverbrauch je Spülgang. Innovative Toiletten sind ökonomisch und umweltfreundlich, da diese Produkte pro Spülgang lediglich etwa vier bis maximal sechs Liter Wasser verwenden.

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