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Silikonfugen von Schimmel befreien: So funktioniert’s


Silikonfugen Schimmel entfernen

Silikon ist ein prima Baustoff, besonders dann, wenn es um das Verfüllen von Fugen geht. Silikon ist extrem elastisch und setzt sich, sinnbildlich, hervorragend in alle Ecken und Enden von Fugen. Die Elastizität des Silikons wirkt außerdem ausgleichend zwischen festen Baustoffen. Somit wird verhindert, dass die festen Bauelemente bei etwaigen Erschütterungen Risse bekommen. Wenn damit in feuchten Räumen gearbeitet wurde, die stets einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, kann sich auf den Silikonfugen allerdings Schimmel absetzen. Das ist besonders häufig in Küchen und Bädern der Fall. Hier erklären wir, Ihnen wie Sie Silikonfugen wieder schimmelfrei bekommen und wie Sie Schimmel grundsätzlich am besten vorbeugen können.

Wo genau der Schimmel sitzt

Silikonfugen sind immer an Übergängen zwischen unterschiedlichen Bauteilen zu finden. Im Bad sind sie deshalb klassischerweise an den Wand- und Boden-Übergängen, also zwischen der Badezimmerwand und den Sanitärkeramiken eingebracht worden. Sanitärkeramiken sind zum Beispiel das Waschbecken, die Badewanne oder die Toilette. Auch an Übergängen zwischen Wand und Bad- oder Küchenfenster wird häufig mit Silikonfugen gearbeitet. Außerdem zwischen Küchenkacheln und Küchenschränken oder Elektrogeräten. An all diesen Übergängen setzt sich der Schimmel ab, falls man ihm nicht rechtzeitig entgegenwirkt.

Schimmelentfernung mit Hausmitteln

Für die Schimmelentfernung auf Silikonfugen gibt es keinen alleinig gültigen Königsweg. Je nach Schimmelintensität, und je nach persönlichen Vorlieben, können Hausmittel oder chemische Lösungen, die vom Hersteller explizit als Schimmelentferner ausgewiesen sind, wirksam sein. Wer es zunächst mit einem Hausmittel versuchen möchte, setzt zum Beispiel auf Reinigungsessig oder Wasserstoffperoxid. Auch Backpulver, Spiritus oder Alkohol werden gerne zur Schimmelentfernung von Silikonfugen benutzt. Der klare Vorteil an Hausmitteln bei der Schimmelentfernung ist der, dass diese in aller Regel keine Beschädigung der Fugen nach sich ziehen. Deshalb ist es immer ratsam zunächst den Hausmitteln eine Chance zu geben. Gelingt die Schimmelentfernung damit nicht, kann immer noch zu chemischen Reinigungsmitteln gegriffen werden. Die Anwendung der Hausmittel läuft bei allen möglichen Varianten nach dem gleichen Schema ab. Um das Hausmittel zur Schimmelentfernung auf die Silikonfugen auftragen zu können, benötigt man zum Beispiel einen Pinsel oder einen weichen Stofflappen. Nachdem die Silikonfugen gut mit dem Hausmittel bestrichen wurden, sollte man etwa 30 bis 60 Minuten abwarten und die zuvor aufgebrachte Lösung einwirken lassen. Die Einwirkzeit sollte nicht übermäßig lange angesetzt werden, denn die besten Ergebnisse bei der Schimmelentfernung mit Hausmitteln werden dann erzielt, wenn das Putzmittel noch nicht komplett durchgetrocknet ist. Nach der Einwirkzeit wird das gewählte Reinigungsmittel wieder entfernt. Dafür eignet sich eine Silikonbürste hervorragend. Mit ihr werden nach und nach sämtliche behandelte Silikonfugen abgebürstet. Anschließend wird alles gut mit Wasser abgewischt. Hausmittel wirken in der Regel dann gut, wenn der Schimmelbefall noch in seinem Anfangsstadium begriffen ist.

Schimmelentfernung mit chemischen Reinigungsmitteln

Zeigt die Behandlung der schimmeligen Silikonfugen mit Hausmitteln nicht den gewünschten Erfolg, sollte unbedingt zu einem chemischen Reiniger gegriffen werden. Denn wird der Schimmel nicht entfernt, breitet er sich immer weiter aus und setzt sich immer tiefer in den Silikonfugen fest. Je länger man den Schimmel gewähren lässt, desto schwieriger gestaltet sich letztlich die Beseitigung. Chemische Reinigungsmittel zur Schimmelentfernung sind im Handel erhältlich. Üblicherweise enthalten sie Chlor. Chlor entfernt zwar Schimmel, kann aber die Gesundheit des Anwenders belasten und ist auch schädlich für die Umwelt. Deshalb sollte man sich bei der Benutzung derartiger Schimmelentferner immer strikt an die aufgedruckten Benutzungshinweise halten und den chemischen Schimmelentferner nicht überdosieren. Außerdem sollten während der Anwendung stets Gummihandschuhe getragen werden. Wer Chlorreiniger nutzt tut darüber hinaus gut daran darauf zu achten keine Dämpfe des Reinigungsmittels einzuatmen. Wer Naturstein im Bad oder in der Küche hat, sollte zudem auf chlorhaltige Reiniger zur Schimmelentfernung von Silikonfugen verzichten, da sich Naturstein und Chlorreiniger nicht miteinander vertragen. Chlorreiniger sollte 24 Stunden lang einwirken nachdem er auf die Silikonfugen aufgetragen wurde. Nach Ablauf dieser Frist wird er mit einer Fugenbürste abgebürstet und mit warmem Wasser gründlich nachgespült. Ist der Schimmel bei dieser Behandlung noch nicht komplett entfernt worden, wird der Vorgang nochmals wiederholt. Wenn der Schimmel nun weg ist, ist alles in Ordnung. Sollte jedoch auch nach einer zweiten Anwendung noch Schimmel auf den Silikonfugen vorhanden sein, sieht sich am besten ein Fachmann die Fugen an. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Silikonfugen ausgetauscht werden müssen, ist dann nämlich hoch.

Was kann man tun, wenn Silikonfugen bei der Reinigung beschädigt wurden?

Es kommt relativ selten vor, dass Silikonfugen bei der Schimmelentfernung beschädigt werden. Sollte es doch einmal dazu gekommen sein, empfiehlt sich auch hier ein fachmännischer Blick auf die Fugen. Der Fachmann schätzt treffend ein was bei der Schimmelentfernung schief gelaufen sein könnte und ob die Silikonfuge noch zu retten ist, oder ob sie ausgetauscht werden muss.

Silikonfugen austauschen

Müssen Silikonfugen tatsächlich erneuert werden, erledigt der Fachmann diese Arbeit zügig und professionell. Für den Fall, dass Sie selbst handwerklich sehr geschickt sind, können Sie es auch selbst versuchen. Dafür muss zunächst die alte Fugenmasse vollständig entfernt werden. Für diese Arbeit eignet sich ein Messer bestens. Achten Sie darauf, dass wirklich alle alten Fugenmassenreste vollständig ausgekratzt wurden, denn neue Silikonmasse darf nicht auf alte Fugenmasse aufgetragen werden. Ist die alte Fugenmasse komplett entfernt worden, müssen die Fugen ordentlich gereinigt werden. Falls noch Schimmelreste vorhanden sind, müssen auch sie entfernt werden. Wenn alles gut gesäubert wurde, wird der Untergrund noch einmal mit einem weichen Stofftuch abgewischt. Nun kann das frische Silikon in die Fugen eingespritzt werden. Dafür wird am besten eine Kartuschenpistole benutzt. Nun werden die Fugen noch mit einem Fugenglätter glatt gezogen. Anschließend muss das neue Fugensilikon vollständig austrocknen.

So wird der Schimmelbildung auf Silikonfugen vorgebeugt

Wer dafür sorgt, dass sich in Küche und Bad erst gar kein Schimmel auf den Silikonfugen bildet, muss sich auch nicht um die Schimmelentfernung kümmern. Vorbeugung zahlt sich also aus. Um die Schimmelbildung zu verhindern sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit regelmäßig ausreichend lüften
  • Fensterlose Räume können über offen stehende Türen belüftet werden
  • Silikonfugen nach Feuchtigkeitsbildung abtrocknen: nach dem Duschen, nach dem Kochen
  • Räume immer konstant heizen und nicht zu stark auskühlen lassen
  • Silikonfugen regelmäßig gründlich sauber machen, zum Beispiel mit Essig

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